Im Kampf gegen das Coronavirus zählen Hygiene und Wissen. Nur wer die entscheidenden Maßnahmen beherzigt, trägt aktiv zu mehr Arbeitsschutz bei. Ob im Büro oder im Homeoffice – folgende Fakten sollten Sie für Ihre KollegInnen und sich unbedingt beherzigen!

Das richtige Lüften

Fenster zu, Heizung an: Im Herbst und Winter halten wir uns viel in geschlossenen Räumen auf. Regelmäßiges Lüften wird dann als Infektionsschutz wichtig. Denn Frischluft kann die Übertragung des Coronavirus deutlich verringern. Eine raumlufttechnische Anlage ist im Kampf gegen verbrauchte, mit Viren belastete Luft nicht notwendig. Permanentes oder Stoßlüften reicht aus. Und so funktioniert „richtiges“ Lüften:

 

  • Ein Besprechungsraum sollte im Herbst grundsätzlich alle 20 min für 5 min und im Winter für 3 min stoßgelüftet werden.
  • Bei unvermeidbar hoher Belegungsdichte etwa in Tagungsräumen sind CO2-Messgeräte sinnvoll.
  • Mithilfe der CO2-Timer-App der UK Hessen und des Instituts für Arbeitsschutz der DGUV lassen sich schnell und einfach Lüftungsintervalle für Büro- oder Besprechungsräume berechnen.
  • Das UBA empfiehlt außerdem, dass der Raum nach einem Niesen oder Husten zusätzlich gelüftet wird.

 Wann ist ein Maskenwechsel sinnvoll?

Wie lange eine Schutzmaske maximal getragen werden soll, hängt vom Gebrauch ab. Wer mit Mund-Nasen-Bedeckung viel redet oder körperlich arbeitet, durchfeuchtet die Maske. So schützt sie nicht mehr vor einer Infektion und wird selbst zur Virenschleuder. Es gilt die Faustformel: Bei starker körperlicher Belastung muss die Maske fünfmal öfter gewechselt werden als bei Büroarbeit.

Arbeitsschutztechnisch gibt es keine Empfehlungen zu Tragezeiten. Orientierungshilfe bietet die DGUV Regel 112-190 „Benutzung von Atemschutzgeräten“. Wer mit FFP2-Maske arbeitet, sollte nach spätestens 3 h Tragezeit 30 min pausieren. Das gilt für maximal 3 Einsätze pro Schicht. Für filtrierende FFP2-Halbmasken ohne Ausatemventil verkürzt sich die Tragedauer auf 75 min – bei maximal fünf Einsätzen pro Schicht. Die Pausendauer bleibt bei 30 min.

Eine Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) kann theoretisch mehrere Stunden getragen werden. Allerdings empfiehlt sich ein Wechsel, sobald sich die MNB feucht anfühlt, spätestens jedoch arbeitstäglich. Ein erneutes sicheres Tragen ist nach einer 60°C-Wäsche der Maske möglich.

Zum hygienischen Transport eignet sich ein Gefrierbeutel mit Zipp-Verschluss. Einmalprodukte sind nach dem Tragen zu entsorgen.