Sie haben für Ihre Mitarbeiter einen auf Tätigkeiten und Belastungen abgestimmten Hautschutzplan erstellt und geeignete Hautschutzmittel stehen jederzeit bereit? Das ist prima und vorbildlich.

Noch besser ist, wenn Sie Ihre Mittel zu Hautreinigung, Hautschutz und Hautpflege auf die besonderen Anforderungen der kalten Jahreszeit abstimmen. Denn im Winter wird unsere Haut besonders belastet.

Der häufige Wechsel von Kälte im Freien zu trockener Heizungsluft trocknet die Haut aus. Bei Kälte verengen sich zudem die Blutgefäße, die Durchblutung nimmt ab. Auch arbeiten die Talgdrüsen, die den natürlichen Fettfilm produzieren, deutlich langsamer, was den Eigenschutz der Haut schwächt. Kein Wunder, dass unsere Haut im Winter dazu neigt, rissig und spröde zu werden.

Besonders gefährdet ist die Haut an den Händen und im Gesicht, sie benötiget daher in den kalten Monaten mehr Fett und mehr Flüssigkeit. Das gilt nicht nur für Beschäftige in Outdoor-Berufen oder an Kältearbeitsplätzen, sondern auch für Bildschirmarbeiter, Berufskraftfahrer und alle anderen Berufe.

Mit den folgenden Tipps beugen Sie winterbedingten Hautbeschwerden Ihrer Mitarbeiter vor:
  • Wechseln Sie bei Ihren betrieblichen Hautschutzprodukten zu Cremes und Lotions mit einem höheren Fettanteil und mit einer rückfettenden Wirkung.
  • Achten Sie bei den Hautreinigungsmitteln auf pH-neutrale Produkte.
  • Stellen Sie die Temperatur an Handwaschbecken nicht heißer ein als notwendig, um das Austrocknen der Haut nicht noch ungewollt zu verstärken.
  • Sorgen Sie bei Freilandarbeiten für ausreichende und geeignete Handschuhe und fordern Sie dazu auf, diese zu tragen, bevor die Hände spürbar frieren.

Ebenfalls ganz wichtig ist es, auch im Winter genügend zu trinken, denn die Haut benötigt Flüssigkeit von innen. Wenn Sie dann noch in geheizten Innenräumen auf eine ausreichende Luftfeuchtigkeit achten – die DGUV empfiehlt eine relative Luftfeuchte von mindestens 40 Prozent –, haben Sie die Weichen günstig gestellt, um Ihre Belegschaft gesund durch die kalte Jahreszeit zu bringen.

Autor: Friedhelm Kring